Step III

STEP III

In dieser Phase der möglichen Rückschulung kommen zu den verhaltensbezogenen Anforderungen, leistungsbezogene Anforderungen hinzu. Der Rückschüler absolviert in diesen ebenfalls klar abgesprochenen 3 Wochen ein Vollzeitpraktikum an der ihn möglicherweise übernehmenden allgemeinen Schule. Zu Beginn des Praktikums wird mit dem Schüler klar vereinbart, dass dieses Praktikum auf drei Wochen begrenzt ist und nach dieser Zeit endet. Erst in einem weiteren Gespräch wird dann über eine evtl. Verlängerung gesprochen.

Während dieser 3 Wochen benötigt der Rückschüler eine konsequente Begleitung, um den deutlichen Wechsel der Anforderungen etwas abzufedern. Diese Begleitung bedeutet einen zusätzlichen Arbeitsaufwand für die Förderschullehrer.

Der Schüler soll in diesen drei Wochen zeigen, dass er in der Lage ist, den veränderten Anforderungen nachzukommen.

Dazu zählen:

-   der täglich stattfindende Unterricht über 5 – 7 Std.

-   der Unterricht in großen Klassen

-   das tägliche Erledigen der Hausaufgaben

-   das Erleben unstrukturierter Phasen (Pausen)

-   die konsequente mündliche Mitarbeit

-   das Mitbringen von vollständigen Arbeitsmaterialien

-   der Wechsel vom Klassenlehrer zum Fachlehrerprinzip

-   die eigenständige An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

-   das eigenständige Erarbeiten von fachlichen Inhalten

-   der Aufbau von positiven Sozialkontakten innerhalb des neuen Umfeldes

Während dieser 3 Wochen benötigt der RS eine konsequente Begleitung, um den deutlichen Wechsel der Anforderungen etwas abzufedern. Der RH sollte in dieser Phase 1 Std. in der Woche mit dem RS und 1 – 2 anderen Schülern der Klasse den RS beim Aufbau von positiven Kontakten unterstützen. Kleine Kooperations- und Interaktionsspiele, Gesellschaftsspiele oder Bewegungsangebote sollen in dieser Phase die Eingliederung des RS in die neue Umgebung unterstützen. In einer zweiten Förderstunde, die auch im Nachmittagsbereich liegen kann, sollen die fachlichen Defizite aufgearbeitet werden. Die Erfahrung zeigt, dass viele Schüler insbesondere im Fach Englisch zu Beginn große Schwierigkeiten haben. In Absprache mit dem Klassenlehrer kann der RH hier punktuell fachliche Rückstände aufarbeiten.

Ab diesem Zeitpunkt muss der RS eine konsequente Hausaufgabenbetreuung und/oder einen zusätzlichen Nachhilfeunterricht erhalten. An dieser Stelle ist es wichtig, dass Förderschullehrer und Klassenlehrer mit den Eltern Möglichkeiten der Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe absprechen. Zum Ende der dritten Woche findet eine Abschlussauswertung statt. Hier wird letztendlich entschieden, ob eine Rückschulung des Schülers erfolgen soll.

Checkliste für STEP III

Was? Wer? Wann? Wo? Bemerkung
Termine für Förderstunden und Kooperationsspiele abgesprochen?
Rücksprache mit Förderschullehrer über Hausaufgabenbetreuung gehalten?
Rücksprache nach der erstenWoche mit Klassenlehrer und Förderschullehrer gehalten?
Rücksprache nach derzweiten Woche mit Klassenlehrer und Förderschullehrer gehalten?
Rücksprache nach derdritten Woche mit Klassenlehrer und Förderschullehrer gehalten?
Termin für Abschlussauswertung des dreiwöchigen Praktikums mit allen Beteiligten vereinbart?
Abschlussauswertung durchgeführt ?

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