Step I

STEP I

Aufgaben  der Rückschulungshelfer  (RH)

In der ersten Phase der Kontaktaufnahme stehen folgende Schwerpunkte im Vordergrund:

Beziehungsaufbau

In den ersten Treffen zwischen RH und dem Rückschüler (RS) steht der Beziehungsaufbau im Vordergrund.

Das Thema Rückschulung wird erst nach und nach thematisiert.

Der RH führt gemeinsam mit dem FS – Lehrer parallel eine Ist-Stand-Analyse auf Grund der Testergebnisse und der persönlichen Erkenntnisse durch. Gemeinsam mit Lehrer und Schüler werden konkrete Absprachen und Zielvereinbarungen getroffen und schriftlich fixiert.

Kontaktaufnahme mit der allgemeinen Schule

In dieser Phase wird der Kontakt mit der Schule hergestellt,  an die der Schüler möglicherweise zurückgeschult werden soll. Ein Termin zu einem ersten Vorgespräch mit der Schulleitung der aufnehmenden Schule wird vereinbart und mit dem RH abgesprochen Des Weiteren wird mit den Eltern des RS die genaue Vorgehensweise und die begleitenden Maßnahmen wie Nachhilfe oder Hausaufgabenhilfe abgesprochen. Auch die Finanzierung der Bustickets muss hier geklärt werden. Dies ist Aufgabe des Förderschullehrers.

Das Prinzip der offenen Tür

Um dem „Prinzip der offenen Tür“ nachzukommen, ist es in dieser ersten Phase von großer Bedeutung, dass allen Beteiligten klar ist, dass es sich bei der zweiten Phase um ein Schnupperpraktikum handelt, das nach 6 bis 8 Wochen endet. Dies ist eine wichtige Absicherung für alle Seiten um Misserfolgserlebnissen vorzubeugen und ein definierter Standard des FÖRDERPROGRAMMS “IN STEPS !”.

Gleichzeitig sollen durch dieses Vorgehen mehr Schüler der Förderschule für Emotionale und soziale Entwicklung die Möglichkeit erhalten sich an einer allgemeinen Schule auszuprobieren. Aktuelle und ältere wissenschaftliche Untersuchungen der Sozialforschung unterstützen vor diesem Hintergrund die These, dass sich bestimmte Verhaltensweisen in Abhängigkeit vom sozialen Umfeld entwickeln und zeigen. Dies lässt zumindest die Vermutung zu, dass „verhaltensauffällige“ Schüler in einem anderen sozialen Kontext auch andere Verhaltensweisen zeigen und bedeutet letztendlich, dass nicht alle rückschulbaren Schüler im System Förderschule selbst ausgemacht werden können.

Das „Prinzip der offenen Tür“ soll es somit explizit auch Schülern, die noch nicht alle „Verhaltensauffälligkeiten“ abgelegt haben, ermöglichen, ein Schnupperpraktikum zu machen.

Erst nach diesen 6 – 8 Wochen wird gemeinsam überlegt, ob ein längeres Probepraktikum Sinn macht.

Checkliste für die Vorbereitungsphase

Was? Wer? Wann? Wo? Bemerkung
Zeit für Beziehungsaufbau eingeplant ?
Vorbereitungsgespräch mit Schüler geführt?
Vorbereitungsgespräch mit Lehrer geführt?
Termin für regelm. Treffen mit RS abgesprochen
Termin für Treffen zwischen RH, Lehrer und Schüler vereinbart?
Zielvereinbarungen schriftlich fixiert?
Kontakt mit Zielschule hergestellt?

Aufgabe  des FS-Lehrer

Termin mit Zielschule vereinbart?

Aufgabe  des FS-Lehrer

Bezahlung der Bustickets geklärt ?
Vorgespräch vorbereitet?

Aufgabe  des FS-Lehrer

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