Gesetzeslage und Links

Schulgesetz von NRW – Erster Abschnitt:  Auftrag der Schule

§ 1   Recht auf Bildung, Erziehung und individuelle Förderung

(1) Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und sein Geschlecht ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung. Dieses Recht wird nach Maßgabe dieses Gesetzes gewährleistet.

(2) Die Fähigkeiten und Neigungen des jungen Menschen sowie der Wille der Eltern bestimmen seinen Bildungsweg. Der Zugang zur schulischen Bildung steht jeder Schülerin und jedem Schüler nach Lernbereitschaft und Leistungsfähigkeit offen.

Download Schulgesetz (Gesamttext)


Sicherlich ist es auch wichtig zu wissen, was die allgemeine Gesetzeslage zum Thema Rückschulung sagt.

Grundlage
In den Richtlinien der Schule für Erziehungshilfe (Sonderschule), NW 1978, S.7, heißt es:

„Die Rückführung der Schüler in die allgemeine Schule ist ein vorrangiges Ziel der Schule für Erziehungshilfe. Die Schule für Erziehungshilfe versteht sich deshalb als Durchgangsschule“.

Download Richtlinien SfE 1987


„Ziel der sonderpädagogischen Förderung ist die Stabilisierung der Kinder und Jugendlichen. Sie sollen nach Möglichkeit an eine Grund- oder Hauptschule zurückkehren. Dies kann zunächst probeweise für ein halbes Jahr erfolgen.“ (Bildungsportal NRW)

Download Bildungsportal


Der erste und wichtigste Auftrag der Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung ist laut Richtlinien also die  Rückschulung  der  ihr  anvertrauten  Schüler  an  die  allgemeine  Schule.

Die  Entscheidung  über  eine Rückschulung und die  schrittweise Beendigung der  sonderpädagogischen Förderung wird  laut BASS durch die  zuständigen  Lehrer  und  die  Schulaufsichtsbehörde  getroffen.  In  der  Praxis  wird  diese Maßnahme  oft probeweise  für  ein  halbes  Jahr  durchgeführt. Der  Förderschüler  hat  in  dieser Zeit  noch Anspruch  auf  drei Stunden sonderpädagogische Förderung.

Auf der Grundlage von Kooperationsvereinbarungen   zwischen Förder- und allgemeiner Schule vereinbaren viele Schulen vor dem  eigentlichen Rückschulungspraktikum  ein mehrwöchiges Probe – Praktikum  . Diese Vorgehensweise  ist  sinnvoll,  um  den  Schüler  vor  Misserfolgserlebnissen  zu  schützen.  Trotz  dieser Maßnahmen  wird  die  Förderschule  für  Emotionale  und  soziale  Entwicklung  ihrem  Auftrag „Durchgangsschule“ zu sein nicht annährend gerecht.  Die wenigen, verlässlichen Zahlen die es gibt, deuten deutlich auf diese Problematik hin.

Im Schulrecht von NRW steht im §83 zum Beginn und Dauer der Pflicht zum Besuch der Förderschule, dass die Pflicht zum Besuch einer Sonderschule endet, wenn festgestellt wird, dass der Sonderschulpflichtige mit Erfolg am Unterricht der allgemeinen Schule teilnehmen kann. Die Feststellung hierüber trifft die Schulaufsichtsbehörde.(Erl. 5)

Für Beginn und Dauer der Pflicht zum Besuch der Sonderschule gelten die §§ 73, 74, 75, 77 und 78 .


Download  Schulrecht Luchterhand §83

Download NRW Schulministerium

Download Wegweiser zum AO SF Verfahren für Eltern und Lehrkräfte


Comments are closed.