Lernmaterialien

Das Musikquiz

ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Nullam lobortis fermentum eros, vel egestas lacus tincidunt at. Nulla facilisi. Donec vitae sapien ut nulla consectetur porta. Praesent neque ante, porttitor sed tristique id, iaculis et mi. Proin felis mi, fringilla non vulputate ac, lacinia in leo. Donec eget purus massa, ut dictum dolor. Quisque egestas sollicitudin eros a tincidunt. Pellentesque habitant morbi tristique senectus et netus et malesuada fames ac turpis egestas. Vestibulum id velit neque. Nam pharetra porta lacus sed tempor. Ut tellus odio, aliquet quis lobortis vitae, dignissim dapibus augue. Maecenas consectetur congue leo nec interdum. Curabitur urna est, interdum in posuere id, dapibus nec felis. Cras turpis elit, mattis at tempor vitae, tristique sit amet elit. Proin at ligula et leo dapibus pretium. Ut est nisl, pretium eget fringilla in, egestas vel ante.

<hr />

Das Humpaquiz

ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Nullam lobortis fermentum eros, vel egestas lacus tincidunt at. Nulla facilisi. Donec vitae sapien ut nulla consectetur porta. Praesent neque ante, porttitor sed tristique id, fames ac turpis egestas. Vestibulum id velit neque. Nam pharetra porta lacus sed tempor. Ut tellus odio, aliquet quis lobortis vitae, dignissim dapibus augue. Maecenas consectetur congue leo nec interdum. Curabitur urna est, interdum in posuere id, dapibus nec felis. Cras turpis elit, mattis at tempor vitae, tristique sit amet elit. Proin at ligula et leo dapibus pretium. Ut est nisl, pretium eget fringilla in, egestas vel ante.

<hr />

Mit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen am 26.03.2009 ist auch in NRW eine erneute und kontrovers diskutierte Debatte um den Königsweg der Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf entbrannt. In nahezu allen pädagogischen Disziplinen findet eine zunehmende Auseinandersetzung mit der Thematik statt (vgl. Hillenbrand 2010). Diese Diskussion begleitet letztendlich die gesamte Geschichte der Hilfsschul- und Verhaltensgestörtenpädagogik seit Entstehung der Förderschule für Emotionale- und soziale Entwicklung (Bach 1993, 247). Es folgt ein kurzer Überblick. Eine umfassende Darstellung der historischen Wurzeln der Schule für Erziehungshilfe und deren Entwicklung zur Sonderschule kann der Arbeit von Schmidt aus dem Jahre 1996 entnommen werden.

Die Entstehung der Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung – ein kurzer Rückblick

Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts gab es erste Diskussionen über segregierende und integrative  Einrichtungen für verwahrloste Jugendliche:

„Der Königlich-Preußische Regierungs- und Schulrat C. Weiß meinte im Jahre 1827: „Damit aber das verwahrloste Kind in der Schule sich auf rechte Art in einer ihm neuen Welt empfinde, muss es a) von den Mitschülern gehörig ausgesondert, und b) denselben gehörig gleichgestellt werden. Keins ohne das andere“ (208). W.E.F. von Ketteler meinte dagegen 1866: „Ich halte es aber für ein unverantwortliches Verfahren, in einer und derselben Anstalt verdorbene und unverdorbene Kinder aufzunehmen.“(209) und plädierte für ein eigenes Haus für verwahrloste Knaben …““ (Schmidt 1996 a, 238)

Abgesehen von einigen wenigen Einrichtungen und „Rettungshäusern“ für „verwahrloste Kinder“, wie z.B. Wichern´s „Rauhes Haus“ von 1833, entstand eine separierende und eigenständige Schulstruktur erst im Laufe des letzten Jahrhunderts.

Die ersten „professionellen“ Erziehungsklassen entstanden 1928 in Berlin. Neben der gezielten Entlastung der Regelschullehrer sollten in diesen Klassen auffällige Schülerinnen und Schüler über einen Zeitraum von zwei bis vier Jahren „gesondert“ gefördert und anschließend wieder in die Regelklassen zurückgeführt werden (vgl. Myschker 2005, S.22f). Nachdem diese Sonderklassen mit Beginn der Zeit des Nationalsozialismus aufgelöst wurden und „moralischer Schwachsinn und Verwahrlosung“ als schädlich für die Volksgemeinschaft interpretiert und teilweise als Erbkrankheit definiert wurde, sonderte man Schülerinnen und Schüler mit verschiedenartigen Störungen in so genannten Hilfsschulen aus.

Bis 1937 werden diese Hilfsschulen zur Umsetzung der rassenhygienischen Maßnahmen (sprich: Sterilisation) missbraucht. Der Paragraph 1, Absatz 1 des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses (GzVeN) lautet:

„Wer erbkrank ist, kann durch chirurgischen Eingriff unfruchtbar gemacht werden, wenn nach den Erfahrungen der ärztlichen Wissenschaft mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, daß seine Nachkommen an schweren körperlichen oder geistigen Erbschäden leiden werden“ (Lehberger 1986, S. 70).

Mit Beginn des 2. Weltkriegs verändert sich die Hauptaufgabe der Hilfsschulen von der Vorbereitung zu den rassehygienischen Maßnahmen hin zur Erziehung zur Arbeit. Die Hilfsschüler werden zunehmend als billige Arbeitskräfte benötigt. Schüler mit einer geistigen Behinderung oder die „Unerziehbaren“ werden jedoch vom Unterricht ausgeschlossen. Kinder und Jugendlichen mit einer geistiger Behinderung werden in Anstalten untergebracht. Sie erwartete in der Regel ein grausamer Tod (Euthanasie). Die „Unerziehbaren“ wurden nach Hause geschickt oder, wenn sie straffällig werden, in Zuchthäuser oder Konzentrationslager gesteckt (vgl. Lehberger 1986, S. 217).

1949 kam es zur Wiedereinführung der „Erziehungsklassen“ in Berlin. Bis heute bestehen „Beobachtungsklassen“ in Berlin, die eine Position zwischen Allgemeiner Schule und Förderschule einnehmen. Die Sonderschulen für Erziehungshilfe (heute: Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Emotionale- und soziale Entwicklung“) entstanden nach Kriegsende aus den eingerichteten Klassen für kriegsgeschädigte Kinder.

In den 50´er Jahren entwickelten sich ähnliche, separierende Klassenstrukturen für Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensstörungen in den deutschen Großstädten: so zum Beispiel die „Klassen für gemeinschaftsschwierige Kinder“ (G-Klassen) in Bielefeld, Kassel und Hannover, die „Kleinklassen“ in Hamburg und die „Sonderklassen“ in Köln (Bach 1993, 247).

1957 wird in NRW in Bielefeld eine „Gemeinschaftsklasse für erziehungsschwierige Kinder“ eingerichtet, mit dem Ziel „gemeinschaftsschwierige Kinder für einen begrenzten Zeitraum von etwa zwei Jahren einer heilpädagogischen Betreuung zuzuführen.“ „Eine Verbindung mit einer Volksschule“ wollte man hierbei bewusst vermeiden (vgl. Schmidt 1996, 230).

Die Anzahl der Schulen für Erziehungshilfe in Deutschland ist seitdem stetig gestiegen und hat sich seit 1991 nun fast verdoppelt. Während es vor 15 Jahren noch 226 Schulen für Erziehungshilfe gab, sind es im Jahre 2005 bereits 521. In NRW stieg die Anzahl dieser Schulform bis zum Jahre 2010 von 57 auf 202 Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Emotionale- und soziale Entwicklung (inkl. Verbundschulen) an (vgl. Willmann 2006/Landesamt für Statistik NRW).

An diesen 202 Förderschulen werden momentan etwa 16000 Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Emotionale- und soziale Entwicklung beschult. Ausgehend von einer durchschnittlichen Rückschulungsquote von 7% werden unter den gegebenen Voraussetzungen im Schuljahr 2010/11 etwa 1200 Schüler eine erfolgreiche Rückschulung absolvieren. Der weitaus größere Anteil dieser Schülerinnen und Schüler wird vermutlich bis zur zehnten Klasse und darüber hinaus an einer Förderschule verbleiben.

Seit dem Schuljahr 2008/09 läuft in NRW die Pilotphase zum probeweisen Umbau von mittlerweile 50 Förderschulen zu sogenannten „Kompetenzzentren Sonderpädagogische Förderung“. Über eine verstärkte Vernetzung von regionalen Bildungsangeboten und einer unterstützende Beratung der Kolleginnen und Kollegen der Allgemeinen Schule sollen vermehrt Schülerinnen und Schüler und mit Lern- und Verhaltensstörungen präventiv und integrativ beschult werden. Ob diese Strukturreform dazu führt, das mehr Schüler mit dem Förderbedarf Emotionale- und soziale Entwicklung erfolgreich zurückgeführt bzw. nachhaltig integrativ beschult werden können oder ob sich durch diese Maßnahmen eine neue Gruppe „offiziell förderbedürftiger“ Kinder („Surpluspopulation“) entwickelt (vgl. Opp 1997, S.32) muss durch seriöse Forschungsarbeit in den kommenden Jahren überprüft werden. Hans Wocken beschreibt in diesem Zusammenhang folgende Tendenz: „Kinder, die ehemals lediglich als `schwierig´oder `problematisch´ galten, werden in präventiven und integrativen Kontexten nicht selten vorschnell als „behindert“ eingestuft“ (Wocken 1996, S. 35). Ein „sowohl – als auch – System“ sonderpädagogischer Förderung  birgt somit die Gefahr nicht die Normalitätstoleranz zu fördern, sondern die Abgrenzungsbereitschaft.








Comments are closed.