Eltern

Die Rückschulung basiert auf den Bemühungen einer zielgerichteten und angemessenen Förderung, von Kindern und Jugendlichen mit abweichendem Lern und Sozialverhalten, ab. Rückschulung, oder Re-Integration betiteln somit die Wiedereingliederung in das allgemeine Schulsystem und soll der Versuch sein, einen Schüler, „der aus der Rolle fiel”, wieder in den sozialen Kontext einzugliedern, ohne dass die früheren Störfaktoren wieder zum Tragen kommen“ (Schweppe 1981, 788, zit. n. Voigt 1998, 45).

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Muss mein Kind ein bestimmtes Alter zur Rückschulung haben?

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Altersvorgaben sind prinzipiell nicht gesetzt, in der Regel werden nach der Primarstufe (Grundschule, 4.Klasse) die Kinder in Regelschulen re-integriert.

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Was bedeutet Rückschulung für Ihr Kind konkret?

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Die Förderschullehrer sind zu einer alljährlichen Überprüfung der Sonderschulbedürftigkeit verpflichtet und dementsprechend auch für die Veranlassung einer Rückschulung zuständig. Als Durchgangsschule soll die Förderschule die Schüler schließlich angemessen auf die Rückschulung vorbereiten, so dass sie nur Teile der Schulpflicht in dieser Schule und den Rest an einer allgemeinen Schule absolvieren werden.

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Die Eltern des Schülers werden in den Prozess der Rückschulung miteinbezogen und zudem werden vorbereitende Kontakte zur aufnehmenden Regelschule hergestellt. Die konkrete Phase der Rücküberweisung kann stufenweise oder direkt stattfinden. Während der dann folgenden ein bis sechsmonatigen Probezeit, gehören die Schüler formell noch zur Förderschule und sollen regelmäßig betreut werden. Der Verbleib des Schülers an der allgemeinen Schule wird erst nach Ablauf der Probezeit abgeklärt. Letztendlich sollen die Schüler zum Zeitpunkt der Rückschulung schon weitestgehend von ihrer Störung befreit sein und nicht mehr im Wesentlichen von der Norm abweichen.

Rückschulung leicht gemacht!

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An dieser Stelle sind Sie als Eltern besonders gefragt und können ihr Kind unterstützen.

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Checkliste:

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* Pünktliches Erscheinen vor dem Unterricht sollte selbstverständlich sein

* Hilfestellungen bei Hausaufgaben und sicherstellen, ob alle Arbeitsmaterialien vorhanden sind

* Betrachten Sie die Schule/Rückschulungshelfer als kompetenten Partner um Ihr Kind optimal zu unterstützen und zu begleiten

* Suchen Sie stets das Gespräch um Fragen und evtl. Unsicherheiten zu klären

* Vermeiden Sie eine durch Vorwürfe geprägte Haltung

* Kümmern Sie sich aktiv um eine Rückschulungsbegleitung (informieren Sie sich in ihrem näheren Umfeld)

* Reden Sie mit ihrem Kind über die neue Situation und zeigen Sie stets Interesse, seien sie sensibel

* Stellen Sie sich an der Schule vor, informieren sie sich selbstständig und bilden sich einen ersten Eindruck, tauschen Sie ihre Erfahrung mit ihrem Kind aus

* Zeigen Sie gegenüber ihrem Kind eine positive Haltung im Bezug auf die Schule

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Wie verläuft die Rückschulung (In Steps)?

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Modell In Stepsm

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Was für Probleme können bei Rückschulungen auftreten?

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  1. * Umfeld(die Schule, Familie, Freunde)
  2. * zu wenig Unterstützung bei Hilflosigkeit
  3. * Angst seitens des Schülers vor der neuen Situation
  4. * Fehlende Qualifikationen z.B. bei Rückschulungshelfern
  5. * Fehlende Kommunikation zwischen Förder- und Regelschule
  6. * Organisation zwischen Förder- und Regelschule

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Die unterschiedlichen Unterrichtsbebedingungen von Regelschule und Förderschule, werfen Probleme auf:

* In der Förderschule liegt der Schwerpunkt der Lehrpläne eher im affektiven Bereich

* Es wird gruppenbezogen, einfühlend in kleinen Einheiten gearbeitet. Die Schaffung einer intimen und vertrauten Atmosphäre soll erreicht werden.

* „Schonraum“ für die Kinder

* In der Regelschule wird der Schwerpunkt hingegen eher auf die kognitiven Leistungen gelegt.

* Es wird in einem eher anonymen Klima,

* in großen Gruppen, mit ständigem Lehrerwechsel

* und unter verstärktem Leistungsdruck gearbeitet.

* Lehrpläne für eine soziale Integration fehlen.

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Was für Rechte habe ich als Elternteil?

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1. Verbesserung der Elternmitwirkung (§§11, 61, 70, allg. Schulgesetz NRW)

* Sie haben z.B. ein Mitsprachrecht bei der Wahl der Schulleitung entscheiden als Mitglieder der Schulkonferenz über die Organisation der Schuleingangsphase in der Grundschule (nach Jahrgängen getrennter oder jahrgangsübergreifender Unterricht.)

2.Information und Beratung (§44)

* (1) Eltern und Schüler sind in allen grundsätzlich und wichtigen Schulangelegenheiten zu informieren und zu beraten.

* (2) LehrerInnen informieren die SchülerInnen und deren Eltern über die individuelle Lern- und Leistungsentwicklung und beraten sie.

* (3) Nach Absprache können Eltern an einzelnen Unterrichtsstunden und Schulveranstaltungen teilnehmen.

* (4) LehrerInnen beraten außerhalb der regulären Unterrichtszeiten.

* (5) Die Schule soll Eltern sowie SchülerInnen in Fragen der Erziehung und Beratung zum weiteren Bildungsweg unterstützen.

Ausführlichere Informationen erhalten Sie dazu hier!

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